Adipositas – Abnehmen mit Magenband

Adipositas – Abnehmen mit Magenband Methoden, Risiken und Kostenübernahme

Adipositas - Abnehmen mit Magenband Methode, Risiken und Krankenkasse
Adipositas – Abnehmen mit Magenband Methode, Risiken und Krankenkasse
Abnehmen mit Magenband: Um mit Hilfe eines Magenbandes abzunehmen, bedarf es grundsätzlich einer ärztlichen Indikation. Da der Eingriff nicht risikolos ist, wird diese Methode des Gewichtsverlustes nur bei Adipositas-Kandidaten angewendet. Wer wegen starken Übergewichts Pfunde abbauen muss, kann auf invasive Diätmethoden angewiesen sein. Ohne dauerhafte Ernährungsumstellung wird aber auch das Magenband keine Rettung sein. Hier erfahren Sie mehr zu Risiken, der Methode und der Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse.

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Wie funktioniert das Abnehmen mit Magenband?

Das Magenband wird erst in zweiter Instanz als Mittel der Wahl eingesetzt. Zuvor muss ein Adipositas-Betroffener es erfolglos mit Diäten versucht haben. Dank der zunehmenden Einschränkung der Lebensqualität durch Folgeerscheinungen des Übergewichts bleibt aus medizinischer Sicht keine Alternative mehr. Mindestens eine Million Deutsche sind von Adipositas betroffen, Tendenz steigend

Das Magenband gehört neben dem Magenballon, dem Magenschrittmacher oder dem Magen-Bypass zu den chirurgischen Lösungen. Es geht dabei um ein Silikonband, mit dem man den oberen Magenteil einschnürt. Dadurch bildet sich eine Art „Vormagen“, der nur wenig Nahrung aufnimmt.
Daraufhin kann der Adipositas-Kandidat keine großen Mengen Essen mehr verzehren, auch wenn er großes Hungergefühl hat. Zu große Portionen bedeuten automatisch steigenden Magendruck und Erbrechen. Suppen können das Magenband passieren. Ein Berg Kartoffeln, Gemüse und Fleisch verbleibt im künstlichen Vormagen. Es wird dort vorverdaut. Sättigung tritt durch das Magenband ebenso schnell ein wie Völlegefühl.
Nachdem Mediziner mit Magenbändern Erfahrungen gesammelt hatten, entwickelten Hersteller verstellbare Varianten. Unter der Bauchhaut des Patienten befindet sich jetzt ein ballonartiger Port mit einer Kochsalzlösung. Der Ballon kann das Magenband durch einen Schlauch verengen. Der Chirurg, der das Magenband eingesetzt hat, kann die Flüssigkeitsmenge im Magenband über den Ballonport regulieren. Die Weite des Magenbandes kann dadurch angepasst werden. Je besser das Magenband auf den Patienten und sein Gewichtsproblem hin eingestellt wird, desto schneller tritt das Sättigungsgefühl ein.

Wie risikoreich ist das Abnehmen mit Magenband?

Es handelt sich zwar um einen minimal-invasiven chirurgischen Eingriff, aber Risiken sind trotzdem gegeben. Meistens wird das Magenband unter Vollnarkose durch eine Bauchspiegelung – die sogenannte Laparoskopie – eingesetzt. Nach einem Tag kann der Patient bereits Flüssigkeit zu sich nehmen. Vier bis sechs Wochen später reguliert der Chirurg das Magenband in der Weite. Theoretisch könnte der Patient das Magenband lebenslang im Körper behalten. In der Praxis gibt es aber Gefahren:
  • Nimmt der Patient beispielsweise zu große Fleischstücke auf, könnte es zu einem Verschluss des Mageneingangs kommen. Isst er weiterhin regelmäßig größere Mengen, könnte der Vormagen sich zu sehr dehnen. Nur bei einer Umstellung auf normale Nahrungsmengen und sportliche Betätigung gelingt das Abnehmen mit Magenband. Der Gewichtsverlust ist dauerhaft, wenn das Magenband im Körper verbleibt.
  • Abgesehen davon gibt es bei Adipositas-Patienten öfter Wundheilungsstörungen sowie größere Narkose- und OP-Risiken.
  • Eine geringe Sterblichkeitsrate bleibt bestehen, insbesondere wenn der Eingriff in nicht darauf spezialisierten Kliniken vorgenommen wird. Man weiß, dass sich rund um das Magenband Infektionsherde bilden können. Anschließend an eine solche Entwicklung bleibt dem Chirurg nichts anderes übrig, als das Magenband chirurgisch zu entfernen.
  • Bauchoperationen führen außerdem immer zu erhöhten Eiweißansammlungen rund um die OP-Narben. Diese Eiweiße verkleben sich mit anderem Gewebe. Es entstehen Verwachsungen, die zu weiteren Komplikationen im Verdauungstrakt führen können.

Wann übernehmen die Krankenkassen die Kosten?

Darum wird das Magenband für die Erzielung eines Gewichtsverlustes nur dann genutzt, wenn krankhaftes Übergewicht vorliegt. Gewichtsbedingte Gesundheitsschäden begünstigen die Entscheidung für ein Magenband. Alle anderen Maßnahmen, die einem Gewichtsverlust dienen sollten, müssen zuvor gescheitert sein. Man nutzt Magenbänder vor allem bei jüngeren Adipositas-Patienten.

Bei ausreichendem Nachweis der medizinischen Notwendigkeit bezahlen die Krankenkassen den Eingriff und übernehmen die Kosten. Es muss außerdem nachgewiesen werden, dass bereits mehrere Kuren, Diäten und ärztlicherseits überwachte Diäten gescheitert sind. Der Ausschluss von psychischen oder hormonellen Gründen für das extreme Übergewicht ist nötig. Der Patient sollte durch die Begleiterscheinungen der Adipositas für das Abnehmen mit Magenband motiviert sein, sein Verhalten dauerhaft zu ändern.

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