Atlastherapie Ausbildung lernen, Wirkung und Behandlung

Alternativmedizin Heilmethoden – Atlastherapie Ausbildung lernen, Wirkung und Behandlung

Atlastherapie Wirkung, Behandlung, Krankheiten und Ausbildung

Atlastherapie Ausbildung lernen, Wirkung und Behandlung
Atlastherapie Ausbildung lernen, Wirkung und Behandlung

Die Atlastherapie ist inzwischen zu einer beliebten Heilmethode geworden, um die unterschiedlichsten Beschwerden und Erkrankungen zu behandeln. Einige davon sind unter anderem Schwindel- und Kreislaufprobleme, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen und Migräne oder auch Tinnitus. Lernen Sie mehr zu dieser Heilmethode, der Wirkung, des Behandlungsablaufs, zu Krankheiten und der Ausbildung zum Atlastherapeut.

Weil die Atlastherapie eine sehr sanfte Methode der Behandlung ist, eignet sie sich für Menschen aller Altersklassen: Sowohl Kinder als auch Jugendliche, Erwachsene und Senioren können sie in Anspruch nehmen und dadurch in vielerlei Hinsicht profitieren. Doch was ist die Atlastherapie genau und wie wirkt sie? Wir zeigen Ihnen, worauf es bei dieser Heilmethode ankommt.

Die Atlastherapie – woher hat sie ihren Namen?

Vielleicht haben auch Sie schon einmal vom Titan Atlas gehört, einer bedeutenden Figur aus der griechischen Mythologie? Dank ihm heißt der Atlantische Ozean heute so, wie er heißt – und steht gleichzeitig auch für den ersten Halswirbel in unserem Körper, der von großer Bedeutung ist. Denn er ist dafür verantwortlich, das Gewicht unseres Kopfes zu tragen. Der Atlas ist mit Bändern, Muskeln und Kapseln unseres Körpers verbunden und arbeitet gleichzeitig direkt mit der Schädelbasis sowie dem zweiten Wirbel am Hals zusammen. Es gibt keinen anderen Bereich an unserem Körper, in dem so viele Nervenenden zusammenlaufen wie in diesem. Darüber hinaus befinden sich zahlreiche wichtige Sinnesorgane in direkter Umgebung, darunter das Kiefergelenk oder auch das Gleichgewichtsorgan, das sich bekanntlich im Ohr befindet.

Spricht man von der Atlastherapie, dann meint man damit häufig die Atlastherapie nach Arlen. Allerdings ist diese nicht dazu geeignet, Gelenke zwischen der Schädelbasis, dem zweiten Halswirbel und dem Atlas zu behandeln – wie beispielsweise bei Problemen, den Kopf richtig zu bewegen. Genau genommen wird lediglich die Grundspannung, also der Tonus, des ganzen Körpers wiederhergestellt. Die Muskulatur wird genauso gefördert wie das Vegetativum, das unwillkürliche Nervensystem, welches unterschiedliche Funktionen erfüllen muss. Es ist zum Beispiel dafür verantwortlich, die Aktivität unserer Schweißdrüsen zu steuern oder auch unsere Durchblutung zu regulieren. Auch für die Schmerzempfindung ist das Vegetativum von größter Bedeutung.

So wirkt die Atlastherapie

Weil nun kein Mensch auf der Erde exakt symmetrisch geformt ist, ist es nur logisch, dass auch unser Atlas sich in leicht asymmetrischer Form unter unserem Schädel befindet.

Bei der Therapie gibt der behandelnde Mediziner nun sanft mit dem Finger einen leichten Impuls auf den Halswirbel. Um genau zu wissen, wo er diesen ausführen muss, ist es notwendig, vorher ein Röntgenbild des Halswirbels zu erstellen. Nur so sieht er direkt, wo sich die Asymmetrie befindet, die für die Symptome verantwortlich sind. Der Impuls ist für den Patienten natürlich völlig schmerzlos und nicht dazu da, die Position des Atlas zum Kopf zu verändern. Stattdessen soll damit eine sogenannte Perkussion (leichte Erschütterung) erzielt werden, welche die Muskeln im oberen Bereich unserer Halswirbelsäule animieren.

Es gibt kaum eine schonendere Therapieform als die Atlastherapie. Sie gehört der sogenannten Manuellen Medizin an und ist schon seit mehr als zwei Jahrzehnten eine beliebte Methode, Probleme mit dem Halswirbelbereich in den Griff zu bekommen.

Atlastherapie und Chiropraktik – wo liegt der Unterschied?

Nicht wenige Menschen verwechseln die Atlastherapie mit der Chiropraktik – doch die Unterschiede zwischen beiden Therapiemethoden könnten kaum größer sein.

  • So stehen bei einer chiropraktischen Behandlung vor allem die Drehung oder der Druck auf bestimmte Bereiche im Fokus.
  • Bei der Atlastherapie ist dies nicht der Fall. Hier benötigt der Mediziner nur seine eigenen Finger, mit denen er sanfte Impulse auf die entsprechenden Stellen am Halswirbel ausübt – meist unmittelbar unter dem Ohr. Der Reiz ist sehr kurz und für viele Menschen nur bedingt spürbar, doch der Effekt kann dafür umso größer sein, denn an dieser Stelle befinden sich viele Nerven, welche direkt mit dem Gleichgewichtsorgan im Ohr verbunden sind und dadurch positiv beeinflusst werden.

Grundsätzlich folgt die Atlastherapie also dem Ansatz, dass im Falle von Störungen des Bewegungsapparats bzw. bei einer Verspannung im Halswirbel- und Nackenbereich „fehlerhafte“ Daten an das Gehirn weitergegeben werden. Genau dies soll durch die Therapie berichtigt werden – so, als würde man an einem elektronischen Gerät die „Reset“-Taste betätigen.

Entstehende Kosten und Übernahme durch die Krankenkassen

Um genau zu wissen, welche Impulse bei der Atlastherapie nötig sind, muss zuvor ein Röntgenbild vom behandelnden Arzt angefertigt werden. Es ist wichtig, dass der Atlas darauf aus einer bestimmten Perspektive zu sehen ist, um zu erkennen, wohin der Wirbel bewegt werden muss. Darüber hinaus ist eine Messung der Muskelaktivitäten erforderlich, damit ermittelt werden kann, was die Ursache von schmerzhaften Verspannungen oder anderen Beschwerden des Patienten sein könnte.

Die Kosten der Atlastherapie werden bislang leider nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, somit muss der Patient selbst für diese alternative Heilmethode aufkommen. Allerdings ist die Therapie recht erschwinglich: Man muss mit Kosten von rund 20 Euro pro Behandlung rechnen, dazu kommen noch die Kosten für Röntgenbilder, die Untersuchung und die Anamnese. In der Regel werden bis zu vier Behandlungstermine vereinbart – die Kosten halten sich also stark in Grenzen. Obwohl die Wirksamkeit der bislang nicht wissenschaftlich belegt worden ist, bestätigen die meisten Patienten eine deutliche Linderung ihrer Symptome, oft schon nach der ersten Anwendung.

Welche Krankheiten können behandelt werden?

Allerdings gibt es neben der Atlastherapie auch viele andere Therapiemethoden, die Schwindel, Tinnitus oder auch Migräne behandeln können. Vor allem bei Kindern, die unter dem sogenannten Schiefhals leiden, wird dieses Verfahren häufig eingesetzt.

Wer unter Verdauungsproblemen, ADS oder auch Schmerzen bzw. Schwierigkeiten mit dem Kiefergelenk leidet, sollte sich ebenfalls genauer mit dem Thema Atlastherapie auseinandersetzen, denn dadurch lässt sich oft deutliche Besserung erzielen.

Darüber hinaus lässt sich die Atlastherapie häufig durch weitere Behandlungsarten ergänzen, wie zum Beispiel durch die Physiotherapie oder Osteopathie.

Wer darf die Atlastherapie nach Arlen anbieten?

Wichtig: Die Atlastherapie nach  Arlen darf nur von einem in diesem Bereich ausgebildeten Mediziner ausgeübt werden. Hierfür sind bestimmte Zusatzqualifikationen erforderlich. Zwar ist diese Methode der Behandlung äußerst schonend für den Patienten, doch im Hinblick auf die richtige Stärke und Häufigkeit der gegebenen Impulse muss der Mediziner genau wissen, was er zu tun hat. Um Kleinkinder bzw. Säuglingen behandeln zu können, muss er sich speziell ausbilden lassen, denn hier ist natürlich noch mehr Vorsicht vonnöten.

Atlastherapie Ausbildung

Die Atlastherapie Ausbildung findet in unterschiedlichen Kursen statt. Um Kinder zu behandeln werden Zusatzqualifikationen benötigt. In Deutschland werden die Kurse nur für approbierte Ärzte zugelassen. Dies gilt insbesondere für die Heilmethode nach Arlen. Mehr Informationen erhalten Sie hier

In der Schweiz wird die Ausbildung zum Atlastherapeuten bzw. Atlastechniker angeboten. Hierfür gilt die Voraussetzung, dass eine der folgenden Vorausbildungen besitzen müssen:

  • Arzt mit Kenntnissen und Praxis in manueller Therapie oder Massage
  • Physiotherapie
  • Osteopathie
  • Craniosacraltherapie
  • Medizinischer Masseur
  • Heilpraktiker mit Kenntnissen und Praxis in manueller Therapie oder Massage

Mehr Informationen erhalten Sie hier

Videos zu dieser Heilmethode

Weiterführende Informationen

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