Homöopathie Ausbildung, Arzneimittel, Wirkung, Kosten und Erstverschlimmerung

Alternativmedizin – Heilmethoden – Homöopathie

Homöopathie Ausbildung, Arzneimittel und Kosten

Homöopathie Ausbildung, Arzneimittel, Wirkung, Kosten und Erstverschlimmerung
Homöopathie Ausbildung, Arzneimittel, Wirkung, Kosten und Erstverschlimmerung

Die Homöopathie ist eine Sammlung von natürlichen Arzneimitteln, die so stark verdünnt werden, dass Sie eigentlich nicht mehr nachweisbar sind. Im Endeffekt bleibt die Information der ursprünglichen Stoffe in der Lösung vorhanden und wirkt bei den unterschiedlichsten Krankheiten, ohne wissenschaftlich fundiert zu sein. In diesem Artikel erhalten mehr Informationen zu den Themen Ausbildung, bekannten Arzneimitteln, der  Behandlung, Erstverschlimmerung sowie zu den Kosten und der Wirkung. 

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Homöopathische Mittel erhalten sie in Apotheken, von Ärzten oder vom Heilpraktiker. Die Behandlung kann auch bei Kindern und Tieren (Hunde, Katzen etc.) eingesetzt werden. Oftmals ist die Auswahl dieser Hilfsmittels mit dem Muskeltest der Kinesiologie verbunden.

Diese Therapieform wurde von einem deutschen Arzt „Samuel Hahnemann“ im 18. Jahrhundert entdeckt und bereits damals schon sehr differenziert untersucht und nachgewiesen worden.

Der Homöopathische Effekt – oder die sogenannte Erstverschlimmerung

Unter diesem Effekt versteht man eine sogenannte Erstverschlimmerung. Nach Einnahme des Arzneimittels kann es vorkommen, dass die Leiden sich verschlimmern. Diese Erstverschlimmerung sollte jedoch nicht länger als 24 Stunden anhalten. Danach sollten die Leiden sich dementsprechend verbessern.

Die Unterschiede bezüglich der Potenzen ( D, C und Q)

Die Potenzierung selbst beschreibt die Verdünnung der Ausgangssubstanz. Unterschieden werden D-Potenzen, C-Potenzen und Q-Potenzen. Der Unterschied liegt im Grad der Verdünnung. Eine D-Potenz hat ein Verdünnungsverhältnis von 1:10, eine C-Potenz ein Verhältnis von 1:100 und eine Q-Potenz von 1:50.000. Wichtig ist jedoch dabei zu beachten, das z. Beispiel D1 und D2, D3 usw. gibt. Das gleiche gilt für die C und Q-Potenzen. Die Zahl hinter dem Potenztyp gibt die weitere Verdünnung an. So ist z. Beispiel eine D6 Potenz 6-mal im Verhältnis 1:10 verdünnt, sprich 10x10x10x10x10x10 = 1:1.000.000.

Die Akutmittel und Konstitutionsmittel

Akutmittel werden verabreicht bei akuten Zuständen und Symptomen. Sie werden meist in höherer Verdünnung gegeben und lindern die Symptome vorübergehend. Die Konstitutionsmittel dagegen werden verabreicht über einen längeren Zeitraum und sollen das Wesen der Beschwerden behandeln, wirken also ganzheitlich und langfristig. Die Konstitutionsmittel bedürfen einer genauen Diagnose durch einen Arzt oder Heilpraktiker.

Unterschiedliche Arzneimittel und Krankheiten

Einige Wirkstoffe in homöopathischen Arzneimitteln sind in dieser Liste:

Bitte beachten Sie das Arzneimittel nur in Absprache mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker vergeben werden dürfen. Die ärztliche Untersuchung und Diagnose ist dabei sehr wichtig, um keine Fehldiagnosen zu stellen. Diese Liste dient nur der Orientierung.

  • Acidum nitricum – Pilzinfektionen
  • Aconitum – Fieber, Krupphusten, Schock, Angst
  • Agaricus – Hyperaktivität, Ruhelosigkeit
  • Allium cepa – Erkältung
  • Alumina – Chronische Verstopfung
  • Antimonium crudum – Wachstumschmerzen
  • Apis mellifica – Halsschmerzen, Ohrenschmerzen, Bindehautentzündung, Stiche von Bienen- und Insekten, Sonnenbrand, Verbrennungen 1. Grades
  • Argentum nitricum – Prüfungsangst
  • Arnica – Notfallmittel, Schock, Blutungen, Nasenbluten, Zerrungen, Stauchungen, Sonnenbrand, Verbrennungen 1. Grades
  • Arsenicum album – Brechdurchfall, Heuschnupfen, Schürfwunden, offene Wunden, Schlafstörungen
  • Barium Carbonicum – Entwicklungsverzögerungen
  • Belladonna – Unruhe, Weinerlichkeit, Schlafstörungen, Fieber, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Angstattacken
  • Berberis – Harnwegsinfekt
  • Bromum – Krupphusten, Schleimrasseln, Überhitzung
  • Bryonia – Fieber, Bronchitis, trockene Hustenanfälle, Zerrung, Stauchung
  • Calcium carbonicum – Unruhe, später Zahnungsdurchbruch, Ohrenschmerzen, Ohrenentzündungen, Infekte, Verstopfung, Wachstumsschmerzen
  • Calcium phosphoricum – Unruhe, Reizbarkeit, zögerliche Zahnung, Wachstumsschmerzen
  • Calendula – Schleimhautverletzungen, Schürfwunden
  • Cantharis – brennende Blasenentzündung oder Harnröhre, Verbrennung, Sonnenbrand
  • Causticum – schwerlösbarer Schleim in der Brust, Reizhusten, Harnwegsinfekt, Wundheilung, Warzen, Weinerlichkeit, Ängste
  • Chamomilla – Schreibabys, Reizbarkeit, Zorn
  • Cinnabaris – Schmerzen im Bereich der Nasenwurzel und Stirn, Nebenhöhlenentzündung
  • Coccus cacti – Husten (morgens und nachts)
  • Coffea – Reizüberempfindlichkeit, Übermüdung, nicht abschalten können, Unruhe, Überaktivität
  • Colocynthis – Bauchkoliken, Schreibabys
  • Cypripedium pubescens – Schlafstörungen

Homöopathie und Arzneimittel

Einige Wirkstoffe in homöopathischen Arzneimitteln sind in dieser Liste:

Abies nigra, Abrotanum, Acalypha indica, Acidum benzoicum, Adlumia, Adonis vernalis, Aloe, Alumina, Apisinum, Apocynum, Arsenicum jodatum, Arum triphyllum, Baptisia, Barium carbonicum, Barium jodatum, Belladonna, Bellis perennis, Berberis aquifolium, Cactus, Caladium seguinum, Calcium arsenicosum, Calcium carbonicum, Calcium fluoratum, Calendula, Cantharis vesicatoria, Capsicum, Carbo animalis, Chamomilla, Cina, Cinnabaris, Collinsonia canadensis, Crocus, Crotalus, Croton tiglium, Cypripedium pubescens, Damiana, Datisca, Datura Stramonium, Delphinium Staphisagria, Digitalis Dioscorea villosa, Echinacea, Eichhornia, Equisetum hiemale, Ergotinum, Eucalyptus, Flor de piedra, Formica rufa, Fucus vesiculosus, Galphimia, Ginseng, Hamamelis virginica, Haplopappus, Ichtyolum, Ignatia, Jodum, Kalium bichromicum, Kalmia, Kreosotum, Lachesis, Lobelia inflate, Luffa, Lupulus, Magnesium sulfuricum, Mandragora e radice, Mandragora, Mercurius bijodatus, Mezereum, Millefolium, Natrium carbonicum, Natrium chloratum, Nux vomica, Okoubaka, Petroleum, Phosphorus, Phytolacca, Quassia amara, Quebracho, Rhododendron, Robinia, Rumex, Sabadilla, Sanguinaria, Selenium, Spongia, Stramonium, Sulfur, Symphytum, Tabacum, Tuberculinum, Urtica urens, Veratrum album, Xerophyllum, Yohimbinum, Zincum metallicum.

Die Ausbildung in der Homöopathie

Ausbildung zum Homöopath und die Kosten

Die Homöopathie Ausbildung dauert je nach Anbieter zwischen 2 und 3 Jahren und es entstehen Kosten zwischen 5.000,00 € – 7000,00 €. Die Inhalte sind sehr intensiv und die Ausbildung ist teilweise auch in Blöcken bzw. Modulen absolvierbar. Die Homöopathie Ausbildungen werden meist von Akademien angeboten.

Ausbildungsinhalte

Die Ausbildung in Homöopathie besteht aus den Grundlagen, dazu zählen eine Einführung in das Thema der Homöopathie und in die Repertorisation (Diagnoseverfahren bzw. Technik, um die richtigen homöopathischen Arzneimittel auszuwählen), chronische Krankheiten, Arzneimittelreaktionen, die richtige Dosis zu verwenden, nennt man Dosologie, das Lernen von unterschiedlichen Arzneimittelbildern, Ersthilfe, geschichtliche Hintergründe und eine Einführung in die Fallanalyse.

Nach den Grundlagen werden weitere Fallanalysen für akute Fälle, Behandlungen, chronische Fälle, Langzeitfälle und weitere praktische Anwendungen vermittelt.

Eine Praxisausbildung kann aus psychologischen Aspekten und einer Anamnese Schulung bestehen. Zusätzlich werden weitere Arzneimittelbilder besprochen und angewendet.

Weiterführende Informationen

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