Burnout Test, Phasen, Klassifikation und Hilfen gegen Stress und Burnout

KrankheitenBurnout – Burnout Test, Phasen, Klassifikation und Hilfen gegen Stress und Burnout

Burnout und Stress – Ursachen, Phasen und Klassifikation

Burnout Test, Phasen, Klassifikation und Hilfen gegen Stress und Burnout
Burnout Test, Phasen, Klassifikation und Hilfen gegen Stress und Burnout

Arbeit kann zu Stress führen, Stress führt zu Burnout, Burnout führt zu Depressionen oder Krankheit. Täglich rennen Sie zu Ihren Arbeitgebern machen immer während die gleiche Tätigkeiten unter Zeitdruck. Privates ist verpönt und der Stresspegel steigt und steigt, sie fühlen sich vielleicht noch wohl, aber die innere Uhr tickt und tickt gegen den Körper und die Psyche. Ein Burnout Test kann da Sinn machen.

Burnout, das Symptom, gilt heute als Krankheit und wird behandelt aber die Ursache bleibt gleich, die Arbeit ist daran schuld oder die Art der Arbeit oder wie wir zusammen arbeiten.

Der Ansatzpunkt etwas zu verändern besteht heute jedoch darin, so weiterzumachen, wie wir aufgehört haben. Kein Umdenken, sondern den Menschen weiterhin wie eine Maschine zu behandeln ist der Effekt. Pharmazeutische Produkte richten das schon bzw. richten Ihn, aber Hauptsache wir funktionieren, so wie andere das gerne haben.

Echte Veränderung geht anders! Machen Sie sich Gedanken, wie Sie Ihr Leben umstellen. Es gibt mehr wie nur ARBEITEN. Freizeitgestaltung ist dabei ganz wichtig, Entspannungstraining durchführen, Seminare für Stressmanagement besuchen, dem Körper und der Seele die Ruhe gönnen. Fangen Sie frühzeitig damit an, bevor Sie morgens aufstehen und gleich wieder umfallen. Es könnte auch das letzte Mal gewesen sein!

Die Phasen eines Burnout-Syndrom bzw. der Weg zum Burnout

Ein Burnout hat unterschiedliche Phasen. Grundsätzlich werden 5 Phasen unterschieden.

  • Phase 1 – der Enthusiasmus – Alles ist noch o.k. die Arbeit geht leicht von der Hand, neue Ziele und ein sehr gutes Gefühl zur Arbeit besteht. Die Überlastungen im Beruf werden gar nicht wirklich wahrgenommen.
  • Phase 2 – die Stagnation – Der Arbeitsalltag wird als normal wahrgenommen bzw. die Tätigkeiten werden immer mehr zur Belastung und die Freude an der Arbeit geht verloren. Der Mensch in der Phase 2 zieht sich mehr und mehr zurück und verliert evtl. Bindungen zu Gruppen, die er früher noch gepflegt hat. Die Schuldzuweisungen nehmen zu, wenn etwas schief geht, in dieser Stagnation kann es durchaus auch sein, dass Mobbing entsteht bzw. der Betroffene zum Mobbing-Opfer wird.
  • Phase 3 – die Frustration – Der Arbeitsalltag wird als langweilig und sehr belastend wahrgenommen. Unsicherheit kann sich in die Arbeiten einschleichen und man fühlt sich gestresst oder genervt.
  • Phase 4 – die Apathie – Das morgendliche Aufstehen fällt schwer, die Arbeit ist sinnentleert und der Betroffene ist völlig demotiviert. Emotionaler Stress und körperliche Anstrengung nehmen zu und der Betroffene hat keine Möglichkeit sich dagegen zu wehren, ohne noch mehr an Energie zu verlieren. Die Arbeit wird schlecht oder gar nicht mehr zur Zufriedenheit der Unternehmensführung ausgeführt.
  • Phase 5 – Burnout – Das Burnout-Syndrom schlägt zu, der Betroffene wird handlungsunfähig, ist psychisch völlig instabil und hat keine Freude an seiner Arbeit bzw. noch schlimmer, an seinem Leben. Meist geht der Burnout mit einer Depression einher. Die Veränderung auf psychischer Ebene ist dringend notwendig. Der Betroffene ist nun völlig ausgebrannt, so dass auch eine medizinische Versorgung von Nöten sein kann.

Ursachen für Burnout und Stress

Grundsätzlich kann man die Ursachen für Burnout nach 3 Gesichtspunkten klassifizieren. Die Klassifikation sieht Ursachen aus persönlichen, sozialen und organisationspsychologischen sowie gesellschaftlichen Gesichtspunkten vor. In erster Linie ist der Hauptauslöser für einen Burnout der Unterschied zwischen der persönlichen Wahrnehmung und Zielerreichung und der Realwelt. Je größer dieser Unterschied ist, umso größer ist das Risiko ein Burnout zu bekommen. Vor allem aber das Loslassen der eigenen geplanten Zukunft bezüglich des Abbildes der Realität bzw. die Anpassungsfähigkeit an seine Umwelt entscheidet über das erhöhte Risiko ein Burnout-Syndrom zu bekommen.

Klassifikation 1 – Persönliche Ursachen

Das Wechselspiel zwischen Umwelt und der Widerständigkeit gegen diese. Widerstand bindet sehr viel Energie, die sich oftmals in Aggressionen, Wut und Enttäuschung entlädt.

Beispiele für persönliche Ursachen

  • Überhöhte Ängstlichkeit (Sorgen, Depression), mangelndes Selbstwertgefühl, Zwanghaftigkeit, Schuldgefühle (schlecht nein sagen können)
  • Perfektionismus gekennzeichnet durch das Setzen zu hoher bzw. unerreichbarer Ziele mit gleichzeitiger Schwäche Kompromisse zu schließen.
  • Der Drang anderen Menschen immer helfen zu müssen, bekannt als das Helfersyndrom.
  • Übersteigerter Ehrgeiz, die Anerkennung durch andere Menschen, soll mit Erfolg und Geld erreicht werden. Die Leistung steht im Vordergrund, dies brennt den Betroffenen selbst aus und andere gleich mit.
  • Übersteigertes Selbstbewusstsein – Es fehlt die Möglichkeit sich eigene Grenzen zu setzen bzw. die Belastungsgrenzen wahrzunehmen. Oftmals sind die eigentlichen Fähigkeiten und Kompetenzen zu gering, um eine bestimmte Position auszufüllen oder eine bestimmte Aufgabe ohne aus zu brennen zu erfüllen.

Klassifikation 2 – Soziale und organisationspsychologische Ursachen

  • Ein Wechsel der Arbeitssituation, also die Arbeitsbelastung oder -überlastung.
  • Unklare Ziele bezüglich der Arbeit und vor allem der eigenen Arbeit. Hier zählt sicherlich auch der hohe Grad der Spezialisierung von Arbeitsplätzen, um immer effektiver arbeiten zu können.
  • Die Schwächen von Vorgesetzten und anderen Beteiligten im Berufsleben werden nicht berücksichtigt.
  • Körperliche Belastungsfaktoren verursachen ebenfalls Stress (dauerhafte Überforderung der körperlichen Kraft, Lautstärke, ungeeignete Arbeitszeiten ohne genug Ruhepausen, Arbeiten mit stark schwankenden Temperaturen ohne Schutz (Kühlhäuser), dauernde Nachtarbeit etc.

Klassifikation 3 – Gesellschaftliche Ursachen

  • Durch die wachsenden Unternehmen, gehen die sozialen Bindungen zu Vorgesetzten dahin.
  • Die Angst abhängig zu werden bzw. die Anerkennung zu verlieren.
  • Die Werte der Gesellschaft verlieren Ihre Wichtigkeit bzw. andere Werte werden plötzlich wichtiger als die zuvor gelebten.
  • Angst vor der Arbeitslosigkeit.
  • Durch Normierungen werden Grenzen eingerichtet, die die Freiheit bei der Arbeit beschneiden und gleichzeitig sinnlos sind bzw. von Menschen aufgestellt wurden die keine Ahnung vom eigentlichen Geschäft haben.

Burnout Test – Webseiten

Die Diagnose mit einem Burnout Test sollte ein Arzt oder Psychotherapeut durchführen, der dafür ausgebildet ist. Es gibt im Internet Selbsttests, die ein Indikator sein können, bevor Sie zu einem Arzt gehen.

Einige Links habe ich für einen Burnout Test hier bereit gestellt:

Weiterführende Informationen