Depressionen Klinik, Statistik, Symptome, Ursachen, Diagnose, Therapie, Behandlung

KrankheitenDepressionen – Depressionen Klinik, Statistik, Symptome, Ursachen, Diagnose, Therapie und Behandlung

Depressionen Klinik

Depressionen Klinik, Statistik, Symptome, Ursachen, Diagnose, Therapie und Behandlung
Depressionen Klinik, Statistik, Symptome, Ursachen, Diagnose, Therapie und Behandlung

Niedergeschlagenheit, Interessensverlust, Antriebsmangel und eine zutiefst empfundene Hoffnungslosigkeit kennzeichnen das Krankheitsbild Depression, unter dem heutzutage immer mehr Menschen leiden. In vielen Fällen ist eine spezialisierte Depressionen Klinik ratsam. Insbesondere bei einer Major Depression bzw. endogenen Depressionen. Hier lernen Sie mehr zum Thema Klinik, Statistiken, Symptome, Ursachen, Diagnose sowie zu Therapie und Behandlung in der Klinik.

Depressionen Statistik

Im Lauf ihres Lebens leiden etwa 16 bis 20 Prozent aller Menschen unter einer behandlungswerten depressiven Episode, wobei Frauen weitaus häufiger betroffen sind als Männer. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit mehr als 322 Millionen Menschen an Depressionen erkrankt. Das statistische Bundesamt gab an, dass in Deutschland jährlich etwa 6 Millionen Erwachsene zwischen 18 und 65 Jahren an einer Depression erkranken. Davon begeben sich mehr als 260.000 Deutsche pro Jahr in eine vollstationäre Behandlung.

Symptome einer Depression

Zu den oben genannten Symptomen hinzu kommen meist eine Vielzahl an Ängsten, verminderter Appetit und Schlafstörungen trotz einer unsäglichen Müdigkeit, die von den Betroffenen als lähmend und sehr belastend empfunden wird. Depressive beschreiben ihren Zustand oftmals als ausgebrannt und leer, bis hin zur Gleichgültigkeit gegenüber dem eigenen Leben.

Stimmungstief oder Depression

Tückisch an dieser Krankheit, bei der es sich keineswegs nur um ein vorübergehendes Stimmungstief handelt, ist, dass nahezu jeder Mensch sich hin und wieder etwas depressiv fühlt, oft als Reaktion auf belastende Situationen oder Lebensereignisse. Sich ab und an so zu fühlen ist völlig normal, weshalb es für die Betroffenen und Ärzte anfänglich oft schwer ist, die Krankheit als solches klar zu erkennen.

Die Grenze zwischen Normalität und Krankheit ist fließend, weshalb die Depression hinsichtlich ihrer Schwere und ihrer möglichen Folgen allzu oft unterschätzt oder nicht erkannt wird. Ihr Spektrum reicht von leichten, manchmal auch saisonal auftretenden Depressionen bis hin zu schweren Krankheitsbildern, die existenz- und lebensbedrohlich sein können.

Ursachen

Nach Einschätzung der Medizin und Psychologie spielen erlernte Verhaltensmuster und Denkweisen die größte Rolle bei der Entstehung der Krankheit, doch auch neurobiologische Ursachen sind nicht ausgeschlossen.

  • Die Betroffenen fühlen sich zumeist hilflos, als würden sie in einer Falle sitzen, aus der sie sich selbst nicht befreien können. Oftmals sind sie nicht mehr in der Lage, sich dazu zu motivieren, ihre alltäglichen Aufgaben zu erledigen.
  • Darunter leidet auch das Selbstwertgefühl, was den negativen Gedankenkreislauf noch verstärkt.
  • Viele der Betroffenen verspüren in ihren hoffnungslosesten Momenten sogar den Wunsch, ihrem eigenen Leben ein Ende zu setzen, was bis zur Suizidhandlung führen kann. Die Suizidrate ist bei dieser Krankheit mit ca. 10 Prozent extrem hoch, was sie besonders gefährlich macht.

Diagnose

Wenn auch bei Ihnen die Diagnose Depression vorliegt und Sie ein akutes Tief durchleben oder Sie seit längerer Zeit unter den oben genannten Symptomen leiden, sollten Sie sich nicht davor scheuen, Ihrem Arzt offen zu sagen, wie Sie sich fühlen. Scham ist hier fehl am Platz, denn zum einen müssen Sie sich für eine Krankheit, worum es sich bei der Depression handelt, keinesfalls schämen und zum anderen ist es wichtig, dass die unverzüglich Hilfe erhalten.

Leider jedoch berichten Betroffene oft von wochen- oder gar monatelangen Wartezeiten auf Termine bei Fachärzten und Therapeuten. Was also sollten Sie tun, wenn Sie sich in einem Stadium Ihrer Depression befinden, in dem akuter Handlungsbedarf und Hilfebedarf besteht?

Klinik aufsuchen

Wenn Sie merken, dass sich Ihr emotionaler Zustand verschlechtert hat und Sie Suizidgedanken hegen, sollten Sie unverzüglich eine Depressionen Klinik aufsuchen. Ebenso sollten Sie über einen Klinikaufenthalt nachdenken, wenn Ihre depressiven Stimmungslagen über längere Zeiträume hinweg anhalten und Ihre ambulante Therapie nicht mehr anschlägt oder eine Psychotherapie bei einem Psychologen oder Psychiater nicht zu nennenswerten Fortschritten führt. Und auch dann, wenn Sie merken, dass sich Ihre depressiven Phasen häufen, an Intensität zunehmen und dass sich Ihre Depression negativ auf Ihr Alltags- oder Erwerbsleben auswirkt, sollten Sie diesen Schritt in Erwägung ziehen. Weiterhin könnte für Sie auch der Beitrag Burnout Kliniken sein, denn dem Burnout liegt meist auch eine Depression zu Grunde.

Akutkliniken

Sogenannte Akutkliniken sind darauf vorbereitet, neue Patienten zu jeder Tages- und Nachtzeit aufzunehmen. Wenn es Ihnen schwer fällt, diesen Schritt zu gehen, bitten Sie eine Ihnen nahestehende Person darum, Sie zu begleiten und Sie dabei zu unterstützen.
In der Klinik wird man Ihnen mit medizinischen und therapeutischen Behandlungen helfen, neuen Lebensmut zu fassen.

Behandlung und Therapie

Eine Depression behandeln Ärzte meist mit einem individuell angepassten, ganzheitlichen Konzept, das sowohl eine medikamentöse Behandlung mit trizyklischen Antidepressiva und Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) beinhaltet als auch eine kognitive Verhaltenstherapie, die Ihnen dabei helfen wird, Ihre negativen Kreisläufe zu durchbrechen und Ihren Alltag besser zu meistern. Ziel der kognitiven Verhaltenstherapie ist es, innere Überzeugungen an Beispielen zu überprüfen, neue Erfahrungen zu machen und so zu neuen und konstruktiven Gedanken und Einstellungen zu finden.

Therapiemethoden

Zu den in den Fachkliniken angebotenen Therapiemethoden zählen neben der Psychotherapie und der medikamentösen Behandlung unter anderem:

  • die Ergotherapie,
  • die Musiktherapie,
  • die Kunsttherapie
  • und oftmals auch die tiergestützte Therapie.

Mit einem speziell auf Sie abgestimmten Therapieplan wird man diese Therapien miteinander kombinieren, um bestmögliche Behandlungserfolge zu erzielen.

Psychoedukative Maßnahmen

In der Klinik werden Sie lernen, Ihren Alltag wieder neu zu strukturieren und mit psychoedukativen Maßnahmen, körperorientierten Therapien, Einzeltherapien und Gruppentherapien wird man Ihnen neue Wege aufzeigen.

Entspannung und Meditation

Ebenso können Sie dort neue Entspannungstechniken und Meditation erlernen, die zu einer merklichen Entlastung beitragen. Mit diesen Techniken können Sie Überforderungen wirksam begegnen und Stress gezielt abbauen. Durch ein System einfacher Übungen gelangen Sie darüber hinaus zu einem neuen Maß der Selbststeuerung, was im Klartext bedeutet, dass Sie sich und Ihre Gefühle wahrnehmen und mit ihnen umgehen können, indem Sie lernen, wie Sie sich in jeweiligen Situationen selbst steuern und regulieren können.

Selbstführung lernen

Systematisch werden Sie in der Klinik auch die Fähigkeit der Selbstführung wiedererlangen, damit Sie sich wieder Ziele stecken und Ihre eigenen Vorsätze umsetzen können. Diese Fähigkeiten werden Ihnen im Umgang mit Ihrer Krankheit dauerhaft von großem Nutzen sein und Ihnen ermöglichen, Ihr Leben nach Ihren eigenen Vorstellungen selbst zu gestalten und Erfüllung im Beruf, in Partnerschaften und innerhalb Ihrer Familie zu finden.

Zögern Sie also nicht, diese Behandlungsmöglichkeiten und Angebote wahrzunehmen, wenn Sie merken, dass ein entsprechender Bedarf besteht und Sie nicht mehr alleine mit Ihrer Krankheit zurecht kommen. Werden Sie noch heute aktiv! Am Ende werden Sie froh sein, diesen Schritt getan zu haben, denn Sie werden zu neuer Lebensqualität finden und wieder den sprichwörtlichen Spaß am Leben haben können, den Ihnen Ihre Krankheit bisher verwehrt.

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