Heilpraktiker Ausbildung Kosten, Voraussetzungen, Inhalt, Dauer, Prüfung

Alternativmedizin – Die Heilpraktiker Ausbildung stellt eine Alternative dar, nicht-ärztlich zu behandeln und Diagnosen zu stellen. Die Ausbildung, um Heilpraktiker zu werden, kann je nach Schule sehr unterschiedlich aufgebaut sein und setzt oftmals einiges an Praxiserfahrung voraus. Hier lernen Sie mehr zu den Themen Kosten, den Voraussetzungen, zur Prüfung, dem Heilpraktikergesetz und den Inhalten einer Heilpraktiker Ausbildung.

Heilpraktiker Ausbildung

Heilpraktiker Ausbildung Kosten, Voraussetzungen, Inhalt, Schwerpunkte, Heilmethoden, Dauer, Prüfung. Großer und kleiner Heilpraktiker lernen.
Heilpraktiker Ausbildung Kosten, Voraussetzungen, Inhalt, Schwerpunkte, Heilmethoden, Dauer, Prüfung. Großer und kleiner Heilpraktiker lernen.

Kleiner oder großer Heilpraktiker

Grundsätzlich wird der Heilpraktiker Psychotherapie (kleiner Heilpraktiker) und die klassische Ausbildung (großer Heilpraktiker) unterschieden.  Die Prüfung selbst wird in den einzelnen Bundesländern vorgenommen, da wo der Wohnsitz des angehenden Heilpraktikers ist.

Kleiner Heilpraktiker

Der Unterschied zwischen der klassischen Ausbildung, auch großer Heilpraktiker genannt und der psychotherapeutischen Ausbildung ist es, dass der Heilpraktiker Psychotherapie , auch kleiner Heilpraktiker genannt, nur psychische Leiden diagnostizieren und heilen darf.

Großer Heilpraktiker

Mit der großen Heilpraktiker Ausbildung dürfen Sie auch körperliche Leiden heilen und diagnostizieren. Wir stellen Ihnen die Ausbildung zum großen Heilpraktiker vor, welche auch die psychischen Komponenten beinhaltet.

Tierheilpraktiker

Wer lieber mit Tieren arbeitet, sollte sich für eine Ausbildung zum Tierheilpraktiker entscheiden. Mehr Informationen zur Tierheilpraktiker Ausbildung sowie deren Voraussetzungen und Kosten erfahren.

Heilpraktiker Ausbildung Voraussetzungen

Weitere Kriterien können maßgebend sein. Wer in Deutschland den Beruf des Heilpraktikers erlernen will, darf sich branchenüblich über das Fehlen bestimmter Aufnahmebedingungen hinsichtlich bestimmter fachlicher Vorqualifikationen freuen – unabhängig von der Frage des jeweiligen Ausbildungsmodells und -instituts.

Insofern werden weder medizinische Vorkenntnisse noch anderes Fachwissen unter angehenden Heilpraktikern explizit vorausgesetzt. Grundsätzlich kann demnach jeder ein Studium an einem heilpraktischen Ausbildungsinstitut oder gar ein Fernstudium zur Heilpraktikerprüfung in Angriff nehmen.

Und dennoch: Um eine Ausbildung zum Heilpraktiker beginnen zu können, bedarf es neben einer guten Portion Engagement, Eigeninitiative wie auch entsprechenden finanziellen Ausstattung einiger grundlegender Voraussetzungen, die vom Gesetzgeber vorgeschrieben sind. Demnach müssen Kandidaten folgende Voraussetzungen erfüllen:

Führungszeugnis

Ein Anwärter auf die Heilpraktikerprüfung muss über ein makelloses polizeiliches Führungszeugnis verfügen, das die aktuelle Straffreiheit attestiert (sittliche Zuverlässigkeit, nach Paragraph 2, Absatz 1, Heilpraktikergesetz).

Körperliche und geistige Eignung vorweisen

Weiterhin müssen die Prüflinge den Nachweis über körperliche wie geistige Eignung zur Berufsausübung, ausgestellt von einem Arzt erbringen (gesundheitliche Eignung nach Paragraph 2, Absatz 1, Heilpraktikergesetz).

Mindestalter

Das Mindestalter für einen Heilpraktiker sieht die Vollendung des 25. Lebensjahrs vor und muss am Prüfungstag erreicht sein.

Hauptwohnsitz

Der Hauptwohnsitz muss in Deutschland liegen.

Schulbildung

Hierbei genügt der Hauptschulabschluss als schulische Mindestvoraussetzung, eine höhere Schulbildung ist nicht zwingend erforderlich.

Erfüllung der Voraussetzungen

Dabei sind die grundlegenden Voraussetzungen erst spätestens am Prüfungstag selbst, jedoch nicht zwingenderweise zum Ausbildungsstart zu erfüllen. Wer danach mit mindestens 23 Jahren etwa eine zweijährige Ausbildung beginnt, erfüllt ebenfalls die Zugangskriterien.

Gleiches gilt auch für den Wohnsitz oder den Nachweis einer schulischen Ausbildung, der spätestens zur Zulassung zur amtlichen Heilpraktikerprüfung erbracht sein muss.

Ausländer Heilpraktiker Ausbildung Voraussetzungen

Ausländische Mitbürger benötigen neben der für alle angehenden Heilpraktiker obligatorischen Geburtsurkunde zusätzlich noch einen entsprechenden Nachweis über eine Aufenthaltsberechtigung – gleich, ob aus der EU oder Drittstaaten kommend – der zur Zulassung zur amtlichen Heilpraktikerprüfung vorgelegt werden muss.

Medizinisches Vorwissen

Von einem Kriterienkatalog zur Zulassung zur Heilpraktikerprüfung ausgeklammert bleibt dagegen die Frage, ob und wie der Weg der Lern- und Studienphase bis hin zur Prüfung beschritten wurde.

Neben den dargestellten Grundformalien sollten Kandidaten über fundiertes Interesse an medizinischen und heilkundlichen Sachverhalten verfügen. Medizinisches Vorwissen ist zwar stets wünschenswert und willkommen, stellt jedoch keine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Heilpraktiker Ausbildung dar.

Motivation

Innerer Antrieb, Motivation und Selbstdisziplin sind dagegen charakterliche Gegebenheiten, auf die im Rahmen der Ausbildung gesteigerter Wert gelegt wird und die eher als zielführend gewertet werden.

Heilpraktiker Psychotherapie Voraussetzungen

Hinzu kommen für Kandidaten als erwünschte Eigenschaften im Rahmen einer Heilpraktiker Ausbildung im Bereich Psychotherapie (kleiner Heilpraktiker) ein großes Interesse an psychologischen Fragestellungen und eine besonders ausgeprägte Befähigung, Menschen aufmerksam zuhören zu können.

Weiterhin sind ein hohes Maß an Mitmenschlichkeit, Hilfsbereitschaft und der unbedingte Wille, im Dienst am Menschen seine eigene Bestimmung zu finden fordern eine soziale Ader heraus, über die jeder Interessent in hinreichendem Maße verfügen sollte.

In dem Zusammenhang ist oft von dem sogenannten, ausgeprägten „Helfersyndrom“ die Rede, das im positivsten Wortsinn die nötigen, charakterlich wünschenswerten Voraussetzungen zusammenfasst und auf einen Nenner bringt.

Fernstudium für Heilpraktiker Ausbildung Voraussetzungen

Auf dem Fernstudien-Sektor setzen jedoch einige Fernkursanbieter Nachweise über bestehendes medizinisches Vorwissen oder sogar eine Ausbildung im medizinischen Bereich als Zugangskriterien bzw. Voraussetzung für die Teilnahme an einem Fernstudium zum Heilpraktiker voraus.

Dies jedoch meist in Verbindung mit einem Kursangebot, das als Heilpraktiker Ausbildung eigens für Menschen mit medizinischen Vorkenntnissen ausgelegt und als solches tituliert ist.

Doch auch hier wird von medizinischen Vorkenntnissen abgesehen, wenngleich der Studiengang straffer konzipiert und auf bereits vorhandenes Grundwissen ausgelegt ist, das als zumindest wesentlich vorteilhaft erscheint. Daher wird bei einigen Fernstudien-Akademien entgegen der allgemeingültigen Regelung mindestens ein Realschulabschluss als Zugangsvoraussetzung verlangt, um den komprimierten Lehrplänen eher gerecht werden zu können.

Das Fernstudium setzt im Gegensatz zur klassischen Ausbildung in Ausbildungsinstituten vor Ort die besondere Befähigung voraus, in hoher Eigenverantwortung und Eigenregie die nötige Selbstdisziplin für beharrliches Lernen unter isolierteren Bedingungen aufzubringen.

Inhalte

Die wesentlichen Inhalte einer Ausbildung zum Heilpraktiker sind die menschliche Anatomie und Physiologie des Körpers, die Pathophysiologie, die Infektionslehre, die medizinischen Gesetze, die Psychologie und Psychopathologie, Medizin im Notfall, die Pharmakologie, Diagnose und Therapiemöglichkeiten, die naturheilkundlichen Aspekte, der Umgang mit Injektionen und Wissen über die Laborarbeit. Die Therapien und Verfahren gliedern sich nach folgendem Schema:

Manuelle Verfahren

Manuelle Verfahren – Die manuellen Verfahren bzw. Therapien sind Behandlungen gegen Funktionsstörungen des Halte- und Bewegungsapparates. Die Behandlung wird hauptsächlich mit den Händen vorgenommen, so zum Beispiel die Osteopathie.

Invasive Verfahren

Invasive Verfahren – Bei der invasiven Therapie werden Instrumente, Spritzen und Infusionen benutzt, um eine Heilung herbeizuführen. Beim Heilpraktiker betrifft dies hauptsächlich die Therapie mit Akupunktur (Nadeln) oder die Behandlung mit Injektionen.

Energetische Verfahren

Energetische Verfahren – Ganzheitliche Ansätze mit oder ohne Medikamentenvergabe, so zum Beispiel die Bachblütentherapie, Homöopathie. Weiter unten in diesem Artikel finden Sie weitere Therapie- und Behandlungsformen, welche angeboten werden können.

Manche davon werden von den gesetzlichen Kassen übernommen. Private Krankenversicherungen übernehmen oftmals mehr Behandlungsmöglichkeiten, auch solche die wissenschaftlich nicht nachgewiesen sind. Die Inhalte und Aufgaben der Ausbildung können weiterhin folgende Themen umfassen:

  • Anatomie
  • Herzkreislaufsystem
  • Atmung
  • Verdauung
  • Verdauungsorgane
  • das Nervensystem und die Sinnesorgane
  • das endokrine System
  • der Bewegungsapparat
  • Blutbild und Haut
  • die Entstehung von Krankheiten
  • Techniken der Anamneseerhebung
  • die Durchführung von Diagnose und weiterführenden Untersuchungen
  • rechtliche Grenzen bei der nicht-ärztlichen Ausübung sowie diagnostische und therapeutische Verfahren der Naturheilkunde (Homöopathie, Phytotherapie, Akupunktur, Massagetechniken, um nur einige zu nennen)
  • Hygienevorschriften in der Praxis
  • Gefahren und Grenzen der Diagnose und Therapie
  • psychologische bzw. psychosomatische Gründe für Krankheiten
  • Arzneimittel und deren Wirkweisen
  • die Interpretation von Laborwerten, Ernährungslehre und Krankheiten
  • der Umgang mit Notfällen und Versorgung
  • Informationen und Wissen zur Gründung einer eigenen Praxis sowie evtl. Praktikum, wenn dies in der Ausbildung vorgesehen ist.

AlternativmedizinHeilpraktiker Ausbildung – Angesichts einer fehlenden gesetzlichen Regelung zur Ausbildung zum Heilpraktiker-Beruf sind Ausbildungsdauer und damit verbundene Kosten grundsätzlich vom Einzelfall abhängig. Hier lernen Sie mehr zu den Heilpraktiker Ausbildung Kosten in Vollzeit, Teilzeit und im Fernstudium.

Heilpraktiker Ausbildung Kosten

Weiterhin erhalten Sie die Unterscheidung der Kosten nach dem großen Heilpraktiker und dem kleinen Heilpraktiker (HP Psychotherapie). Prinzipiell ist auch zu unterscheiden zwischen Ausbildungsgängen, die lediglich zielführend auf die Abschlussprüfung ausgerichtet sind, und denen, die in einem praxisnahen Rahmen von Langzeitausbildungen erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten weiter vertiefen und das Erlernen von Anwenderwissen rund um theoretisches Rüstzeug mit einschließen.

Kosten und Förderung

Ausbildungskosten zum Heilpraktiker muss der Einzelne dabei aus eigenen Mitteln bestreiten, gesetzliche Förderrichtlinien und öffentliche Fördertöpfe existieren grundsätzlich keine, von bundeslandspezifischen Einzellösungen sowie der Option einer Förderung als Weiterbildungsmaßnahme durch Arbeitsagenturen und Jobcenter abgesehen.

Bildungsgutschein, Bildungskredit

Hier muss schwerpunktmäßig differenziert werden zwischen Bildungsgutschein, oder etwa einer zinsverbilligten staatlichen Förderung in Form eines Bildungskredits.

Letzterer variiert zwischen monatlich 100 bis 300 Euro und richtet sich an volljährige Schüler und Studenten, die bereits einen wesentlichen Teil ihrer Ausbildung absolviert haben.

Von weiteren Förderinstrumenten wie etwa dem Förderungsprogramm WeGebAU oder der Rehabilitationsförderung abgesehen, sind die Ausbildungskosten variabel, je nach gewählter Bildungseinrichtung und Bundesland.

Prüfungskosten

So bewegt sich alleine schon die Heilpraktiker-Prüfung selbst in einem weiten Gebührenrahmen zwischen rund 300 und 600 Euro, je nach betreffendem Gesundheitsamt. Hinzu kommen variable aber obligatorische Gebühren für das Ausstellen eines

  • einwandfreien Führungszeugnisses zum Nachweis polizeilicher Unbedenklichkeit des Kandidaten
  • amtsärztlichen Attestes zum Nachweis der gesundheitlichen Befähigung zur Ausübung des Berufs
  • Nachweises eines erfolgreich absolvierten Erste-Hilfe-Kurses (zwischen 35 und 40 Euro).

Ausbildungsmodelle

Prinzipiell sind die Ausbildungskosten in hohem Maße vom jeweiligen Ausbildungsmodell abhängig, und auch von der Frage, ob

  • eine klassische Ausbildung,
  • die Ausbildung Heilpraktiker Psychotherapie
  • oder ein Fernstudium angestrebt wird.
Großer Heilpraktiker, Heilpraktiker Psychotherapie

Wird die klassische Ausbildung (großer Heilpraktiker) oder die Ausbildung Heilpraktiker Psychotherapie (kleiner Heilpraktiker) im Rahmen einer berufsbegleitenden Tages-, Abendschule oder eines Wochenendlehrgangs absolviert, bewegen sich die Kosten etwa zwischen 4.000 und 6.000 Euro, je nach Anzahl gebuchter Module.

Die Kosten selbst sind wiederum abhängig von den jeweiligen Vorkenntnissen des Auszubildenden. Hinzu kommen rund 1.000 bis 1.500 Euro für prüfungsvorbereitende Seminare oder Kurse.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungsdauer beträgt dabei ein bis zwei Jahre. Komplette Intensivkurse mit integriertem Prüfungsvorbereitungskurs beschränken die Ausbildungszeit auf einige Wochen und kosten in summa in etwa das Gleiche.

Vollzeitstudium

Ein klassisches, zweijähriges Vollzeitstudium in einer Tageseinrichtung schlägt mit rund 8.000 Euro zu Buche. Nur unwesentlich günstiger – rund 7.400 Euro – sind die Kosten für eine Vollzeitausbildung zur Vorbereitung auf die Heilpraktiker Psychotherapie Prüfung.

Klassische Vollzeitstudien kosten bis zu 250 Euro pro Monat, einige Heilpraktikerschulen können dagegen mit monatlichen Kosten für ein 18-monatiges Vollzeitstudium von unter 200 Euro punkten. Tagesstudien kosten monatlich circa 150 Euro, Abend-, beziehungsweise Wochenendkurse rund 130 Euro.

Kosten Fernstudium

Heilpraktiker Ausbildung im Fernstudium ist dagegen vergleichsweise günstig. So belaufen sich die Kosten für ein ein- bis zweieinhalbjähriges Fernstudium etwa zwischen 2.000 und 3.000 Euro.

Pro Anbieter entfallen auf den Monat heruntergerechnet durchschnittlich circa 130 bis 140 Euro. Die günstigsten Anbieter am Markt bieten Fernstudienkurse inklusive Präsenzveranstaltungen bereits ab 90 Euro monatlich an, ohne Präsenzveranstaltungen circa zehn Prozent günstiger.

Einjährige Intensiv-Vollzeitstudien kommen dagegen auf bis zu 8.000 Euro. Präsenzseminare in Voll- oder Teilzeit von drei Monaten bis zu einem Jahr kosten zwischen 5.000 und 11.000 Euro. Der von Experten empfohlene Richtwert für alle Ausbildungsmodelle liebt bei rund 4.000 Euro und sollte nach Möglichkeit nicht wesentlich überschritten werden.

Um weitere Kosten zu sparen, kann sich die Prüfungsvorbereitung im Rahmen der klassischen und der Heilpraktiker Psychotherapie-Ausbildung auch per Fernstudium als sinnvoll erweisen.

Preisnachlass

Viele Anbieter offerieren Preisnachlässe bei Einmalzahlung der Komplettgebühren von bis zu 15 Prozent, gängiger Standard bei allen Varianten ist Ratenzahlung. Fernkurs-Anbieter werben mit kostenlosen Probewochen, in der Regel zwischen zwei und vier Wochen. Kommt es zur Anmeldung, werden bei einigen Instituten bis zu 100 Euro fällig.

Steuerlich abzugsfähig

Denn für alle Ausbildungswege gilt grundsätzlich: Pro Jahr sind bis zu 4.000 Euro als Ausbildungskosten steuerlich abzugsfähig. Mehr dazu erfahren Sie unter: Ausbildungskosten steuerlich geltend machen.

Prüfung

Die Prüfung zum Heilpraktiker besteht aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung. Hier erhalten Sie ebenfalls Informationen zur Prüfungsvorbereitung.

Schriftliche Prüfung

Der schriftliche Teil der Prüfung umfasst 60 Fragen im Multiple-Choice Verfahren, wobei eine Erfolgsquote von 75 % erreicht werden muss, sprich 45 Fragen müssen richtig beantwortet sein. Die Bearbeitungszeit beträgt 120 Minuten.

Mündliche Prüfung

Der mündliche Teil der Prüfung, wird von einem Amtsarzt und Beisitzern durchgeführt. Ihnen wird eine praktische Aufgabe gestellt, welche Sie auch mündlich zu beantworten haben. Die Fragen beziehen sich auf die Diagnose oder Therapie eines Fallbeispiels.

Die schriftliche und mündliche Prüfung müssen zusammen bestanden werden, ansonsten müssen beide Prüfungen wiederholt werden. Die Prüfung kann zu zwei festgelegten Terminen, meist einer im Frühjahr und ein anderer im Spätjahr, durchgeführt werden.

Der kleine Heilpraktiker bzw. Heilpraktiker Psychotherapie beantwortet in der schriftlichen Prüfung 28 Fragen und muss mindestens 21 Fragen richtig beantworten, um zu bestehen.

Die Prüfungsdauer beträgt 60 Minuten. Die mündliche Prüfung ist begrenzt auf die Diagnose und Therapie der Psychotherapie.

Prüfungsvorbereitung

Zur Vorbereitung auf die Prüfung, nach der Ausbildung zum Heilpraktiker, haben Sie die Möglichkeit einschlägige Literatur, Lernvideos oder das Fachwissen von Ausbildungsinstituten zu benutzen.

Gerade das Wissen von Instituten, welche die Lerninhalte vermitteln, haben natürlich sehr viel Erfahrung mit den Prüfungen in Ihrem Bundesland. Hier finden eine kostenlose Prüfung, damit Sie sehen, was auf Sie zukommt, beim Heilpraktiker werden oder lernen.

Heilmethoden

Hier finden Sie einige Heilmethoden, auf welche man sich während einer Ausbildung spezialisieren kann:

Akupunktur, Aromatherapie, Astrologie, Atemtherapie, Augentraining, Autogenes Training, Ayurveda, Bachblütentherapie, Bioenergetik, Chakra Arbeit, Craniosacraltherapie und Osteopathie, Traumatherapie, Energiearbeit, Familientherapie, Farbtherapie, Feldenkrais, Fußreflexzonen, Geistheilung, Gesprächstherapie, Gestalttherapie, Handauflegen, Heilfasten, Homöopathie, Kinesiologie, Klangschalentherapie, Krebstherapie (Heilpilze, Enzyme und Vitamin B 17), Heilen mit Edelsteinen, Logotherapie, Matrix und Quantenheilung, Polaritätstherapie, Primärtherapie, Qi Gong, Progressive Muskelentspannung, Radiästhesie, Rebirthing, Reiki, Reinkarnationstherapie, Schamanismus, Schüssler Salze, Kiatsu oder Shiatsu, Simonton Training, Tanztherapie, Trancearbeit und Yoga.

Die einzelnen Heilmethoden finden Sie in diesem Verzeichnis für Alternativmedizin näher erklärt. Es gibt natürlich noch viele andere Therapiemethoden und Heilungsmethoden, welche Sie einsetzen können. Die meisten, die Heilpraktiker werden, spezialisieren sich auf 4 – 8 Verfahren und bauen diese dann weiter aus.

Heilpraktikergesetz

Das Heilpraktikergesetz vom 17. Februar 1939 ist ein sehr kleines Gesetz, welches aus 8 Paragraphen besteht. Unter anderem werden folgende Aussagen getroffen:

  • § 1 besagt, dass Sie, um Heilkunde auszuüben entweder Arzt sein müssen oder eine Erlaubnis brauchen. Die Heilkunde und Diagnose darf gewerblich nur ausführen, wer dazu berechtigt ist. Heilen und lindern dürfen auch die mit Heilpraktiker betitelten Menschen. Insbesondere werden Tätigkeiten und Diagnosen am Menschen mit Leiden und Körperschäden angesprochen.
  • § 2 besagt, dass Menschen, die die Befähigung besitzen eine medizinische Ausbildung zu absolvieren, zu dieser Ausbildung zugelassen werden können.
  • § 3 legt fest, dass ein Heilpraktiker nicht umherziehen darf, sondern einen festen Wohnsitz oder Praxis haben muss, um sein Gewerbe auszuführen.
  • § 4 (leer)
  • § 5 Regelt die Strafen mit Erlaubnis nach § 1 (Freiheitsstrafe bis zu 1 Jahr oder Geldstrafe)
  • § 5a) regelt die Ordnungswidrigkeiten (Umherziehen) Geldstrafe bis zu 2.500,00 €.
  • § 6 schließt die Zahnheilkunde aus
  • § 7 Durchführungsverordnung zur Erlaubnis HeilprGDV 1
  • § 8 in Krafttreten des Gesetzes

Prüfungsbehörden

Hier erhalten Sie mehr Informationen zu den zuständigen Prüfungsbehörden der jeweiligen Bundesländer, die die Heilpraktiker Ausbildung prüfen und abnehmen. Sollten Sie Heilpraktiker werden wollen, so sind diese Informationen sehr wichtig. Mittlerweile finden Sie Informationen vor Ort bei Ihrem zuständigen Gesundheitsamt.