Ischias Nerv, was hilft gegen Hexenschuss? Wärme, Kälte oder Übungen

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Hexenschuss – Ischias Nerv gequetscht

Gegen Hexenschuss helfen Wärme, Kälte und Übungen

Der altbekannte Hexenschuss, ein plötzlich auftretender Schmerz im Lendenwirbelbereich, wird durch das Quetschen des Ischias Nervs, der im Rückgrat verläuft, verursacht. Obwohl der Hexenschuss sehr schmerzhaft ist, ergeben sich aus der Quetschung des Ischias Nervs allein keine schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen.

Erst wenn weitere Symptome wie Taubheitsgefühle oder Lähmungen dazu kommen, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Hier erhalten Sie Informationen was gegen Hexenschuss helfen kann, so zum Beispiel Wärme, Kälte, Schmerzmittel und Übungen für die Rückenmuskulatur.

Ungeübte Rückenmuskulatur führt schneller zum Hexenschuss

Der Hexenschuss ist in den meisten Fällen ein Anzeichen für eine unterentwickelte und ungeübte Rückenmuskulatur.

Schmerzmittel und ruhige Lage

Beim Auftreten der Schmerzen können zur ersten Maßnahme Schmerzmittel eingenommen werden, die eine entzündungshemmende Wirkung besitzen.

Gleichzeitig sollte sich der Patient flach hinlegen und die Beine erhöht lagern. Nach etwa 10 bis 15 Minuten in dieser Position dürften die stärksten Schmerzen wieder abklingen.

Wärme oder Kälte kann helfen

Wärme ist ein weiteres Mittel zur Linderung der Schmerzen. So etwa in Form von Wärmflaschen, Wärmesalben oder Wärmekompressen, die auf die betroffenen Stellen aufgelegt werden.

Da es sich bei einem Hexenschuss nicht nur um muskuläre Verspannungen handelt, sondern gleichermaßen um eine Entzündung von Nerven, kann ebenso Kälte schmerzlindernd wirken.

Wenn die angewendeten Wärmemittel zu geringe Wirkung zeigen, kann es dementsprechend mit Kühlmitteln wie Kühlpads versucht werden.

Dehnübungen anstatt Ruhe

Schon während des Abklingens der Schmerzen sollten Dehnübungen durchgeführt werden.

Wer bereits einmal einen Hexenschuss erlebte, wird hier wenig Begeisterung zeigen und lieber die Ruhe im Bett oder auf dem Sofa suchen. Tatsächlich beschleunigen die Dehnübungen den Heilungsprozess mehr als nur ruhig dazuliegen.

Durch die Übungen wird die Muskulatur gelockert, sie erwärmt sich gleichzeitig und positioniert sich neu und offener um die Wirbelsäule herum.

Dabei muss keineswegs die Schmerzgrenze erreicht oder etwa überschritten werden.

Wichtig ist es zunächst, sich zu bewegen und seien es nur kleine Übungen wie das Anwinkeln der Beine in liegender Position.

Bei einem normalen Hexenschuss ohne weitere Komplikationen sollten nach etwa drei Tagen die Schmerzen weitgehend abgeklungen sein. Ist dies nicht der Fall, könnten andere Ursachen bestehen.

Dann sollte umgehend ein Facharzt aufgesucht werden.

Vorbeugung und präventive Maßnahmen gegen Rückenschmerzen und Hexenschuss

Dem Hexenschuss kann aber auch vorgebeugt werden. Wichtig hierbei ist die Stärkung der Rückenmuskulatur und mehr Bewegung.

So finden sich in der so genannten Rückenschule verschiedene Übungen, die sich ohne Hilfsmittel überall durchführen lassen. Jeder sollte dazu ein paar Minuten pro Tag opfern oder einfach seinen beziehungsweise ihren Tagesablauf umstellen.

Dazu können mehrere, über den Tag verteilte Bewegungspausen gehören. Weiterhin hilfreich ist das richtige anheben und tragen von Gewichten.

Selbst eine Kiste Mineralwasser kann zum Auslöser eines Hexenschusses werden, wenn über Jahre hinweg der Rücken beim Anheben gekrümmt und somit fast die gesamte Last von der Rückenmuskulatur übernommen wird.

Die von uns ausgearbeiteten Antworten sollen nur Ihren Spielraum der möglichen Therapien oder Behandlungen erweitern und Anreize setzen Ihr Wissen zu erweitern. Jede Form der Diagnose obliegt Ihrem Arzt oder Therapeuten, welchen Sie zu rate ziehen sollen.

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